Fahrrad

Ab 1. Januar 2019 unterstützen das Bundesumweltministerium (BMU) und die Deutsche Bahn (DB) Kommunen beim Ausbau von Radabstellanlagen an Bahnhöfen. Bis Ende 2022 sollen so 100.000 zusätzliche Bike+Ride-Plätze in Deutschland geschaffen werden. Das BMU stellt dafür eine anteilige Finanzierung in Höhe von 40 Prozent über die Kommunalrichtlinie der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) zur Verfügung und die DB hilft, geeignete Standorte in Bahnhofsnähe zu finden, die Anlage zu planen und zu montieren. Dies Bike+Ride-Offensive wird am Montag, den 10.12.2018, in Frankfurt am Main vorgestellt. Interessenten können sich unter dem Link
https://www1.deutschebahn.com/bikeandride/Kontakt-3407316 direkt anmelden oder unter 030-297-24537 bzw
bikeandride@deutschebahn.com weitere Informationen erhalten.

 Am 30.11.2018 ging der ADFC-Fahrradklima-Test zu Ende. Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben! Erfreulicherweise hat Dießen mit 53 Teilnehmern das Quorum geschafft. Interessant ist auch ein Blick auf die Zahl von Teilnehmern pro 10.000 Einwohnern, die in Dießen bei 51 und z.B. in den ebenfalls Ouorum-überschreitenden Nachbargemeinden Herrsching, Weilheim und Seeshaupt bei 74, 102 bzw. 268 (!) liegt.

Die Initiative „Radwege am südlichen Ammersee“ setzt sich seit 2014 für die Förderung der Fahrradmobilität in dieser Region ein. Aktuelle Ziele, die in Zusammenarbeit mit dem ADFC verfolgt werden, sind der Bau der Radwege Dießen-Fischen entlang der St 2056 („Birkenallee-Radweg“) und Dießen-Raisting entlang der WM 9 bzw. LL 10 sowie eine für Radler sichere Verkehrsführung an der Abzweigung von der St 2068 zum Fischener Rewe-Markt.

Seit 2014 wurden im Sommer monatliche Radldemos durchgeführt, um der Forderung nach Bau der genannten Radwege Nachdruck zu verleihen. Diese Demos wurden 2018 unterbrochen angesichts der beim Staatlichen Bauamt Weilheim und bei den Landratsämtern Landsberg bzw. Weilheim-Schongau begonnenen Untersuchungen zur Planung dieser Radwege. Regelmäßige Informationen erfolgen per Mail oder Facebook.

Um die Fahrradmobilität weiter zu fördern, muss ein vernetztes Radwegesystem entstehen, das auch die Anschlüsse zu Nachbarlandkreise berücksichtigt. Von besonderem Interesse für die Ammerseeregion ist die Ost-Westverbindung zur Kreisstadt Landsberg, da hierfür keine ausreichenden ÖPNV-Verbindungen zur Verfügung stehen. Für den Landkreis Landsberg nimmt die Aufgabe des Baus und der Beschilderung von Radwegen das Amt für Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung des Landratsamts in Zusammenarbeit mir dem ADFC-Landsberg wahr.

Der beim Dießener Mobilitätsforum vom 7.7.2018 vorgeschlagene „Radlertreff Ammersee“ fand zum erste Mal am 12.9.2018 in Schondorf statt. Im Mittelpunkt stand der Bericht der Initiative „Sicher durch Schondorf“. Die Ergebnisse der Initiative werden auch in das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) einfließen, das die Gemeinde Schondorf in interkommunaler Zusammenarbeit mit den Gemeinden Greifenberg und Utting erarbeitet. In der Diskussion hat sich Schondorf in eindrucksvoller Weise als wache und „mobilitätsaktive“ Gemeinde erwiesen – mal sehen, ob da Dießen und andere Nachbargemeinden mithalten können!

Beim Dießener Radlertreff vom 25.10.2018 berichtete ein Experte über die Verwendung von Geotextilien beim Bau von Straßen auf Böden mit hohem Wassergehalt, ein Radlfreund brachte seine Erfahrungen ein vom täglichen Radeln Riederau-Finning und zurück, und den größten Teil der Diskussion nahm der Antrag der Dießener Grünen ein, nach dem Vorbild von Andechs und Herrsching Radfahr-Schutzstreifen in Dießen entlang der Weilheimer und Lachener Straße anzubringen. Dieser Antrag war am 18.3.2018 eingebracht und am 29.10.2018 detailliert erneuert worden, nachdem Polizeiinspektion Dießen und Landratsamt Landsberg mit Schreiben vom 6.8.2018 einschränkend bis ablehnend Stellung genommen hatten (http://ov-diessen.gruene-ll.de/2018/11/16/zwischenstand-schutzstreifen-fuer-radfahrer/).

Wenn Sie Fragen oder Anregungen zum Thema Fahrrad haben senden Sie bitte eine Email an Ernst Roeckl, fahrrad@mobi-ll.de

Pressestimmen:

Bericht aus dem Workshop „Fahrradmobilität“ des Dießener Mobilitätsforum vom 7. Juli 2018

Zunächst wird die Frage einer Teilnehmerin diskutiert, warum der Birkenallee-Radweg angesichts der Verfügbarkeit der Raistinger Schleife notwendig sei:

  • Alltagsradler (z.B. Dießen/Utting –> S-Bahn Herrsching) akzeptieren direkte Wege, nicht aber den Umweg von 3 km der Raistinger Schleife
  • Selbst die Hälfte der Freizeitradler tun dies nicht (ADFC-Verkehrszählung)
  • Bei der Raistinger Schleife fehlt ein Radweg Dießen-Raisting, für den – ebenso wie für den Birkenallee-Radweg – z.Zt. die Vorplanung läuft (Suche nach Kompromiss Naturschutz <–> Fahrradmobilität)
  • Die Raistinger Schleife ist unzureichend beschildert
  • Die Birkenallee ist eine traditionelle Ost-West-Verbindung für Fußgänger und Fahrzeuge

Barbara Freier berichtet kurz über die Initiative „Sicher durch Schondorf“, die sich für einen sichere Radverkehr in diesem Ort einsetzt, hierzu eine Befragung von Eltern von 221 schulpflichtigen Kindern durchgeführt hat und die Ergebnisse der Befragung der Gemeinde vorstellen wird.

Martin Baumeister, Vorsitzender des ADFC-Landsberg, erklärt sich dankenswerterweise bereit, seine in der Plenarsitzung vorgestellten Informationen zu Bau und Beschilderung von Radwegen im Landkreis Landsberg auf der Webseite des ADFC-Landsberg verfügbar zu machen.

Thomas Allner-Kiehling, Sprecher der ADFC-Ortsgruppe Herrsching und Umgebung, stellt kurz ein Konzept für die Fertigstellung des Ammersee-Radweges unter dem Motto „Von sauber und leise nach schmutzig und laut, von weich nach hart“ vor. Kommentare zu diesem Konzept sind willkommen.

Ernst Roeckl erklärt sich bereit, die Organisation eines regelmäßig stattfindenden „Radlertreff Ammersee“ zu übernehmen.